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14.05.2014

Themenabend – demografischer Faktor, Senioren, Pflegebedürftigkeit

Von Tobias Fahrner

Die Vertreter der CDU Willstätt haben sich einen Abend lang intensiv mit dem Themenkomplex Senioren und Pflegebedürftigkeit beschäftigt.

 Zuerst besichtigte man das Pflegeheim am Pfarrgarten. Es ist eines der wenigen im Ortenaukreis, welches eine lange Warteliste besitzt. Dies spricht nicht nur fürs Konzept, sondern auch für das personelle und organisatorische Umfeld. Wegen der Vollbelegung und der Tatsache, dass die Nachfrage nach Tagespflege ständig zunimmt, plant der Betreiber einen Neubau, wie die Leiterin Frau Sysett Twrdy erläuterte. Geplant sind nicht nur Tagespflegeplätze, sondern auch ein Bereich „junge Pflege“ für pflegebedürftige, aber nicht demente Menschen sowie Wohneinheiten mit Pflegebetreuung, eine Zwischenstufe zwischen dem klassischen betreuten Wohnen und dem Pflegeheim. Die Vertreter der CDU begrüßten das Konzept, welches es in dieser Art im Ortenaukreis bislang nicht gibt. Tobias Fahrner ergänzte, dass zur Zeit Abstimmungen zwischen der Gemeinde und dem Betreiber wegen der städtebaulichen Realisierung laufen. Weiterhin hat der Gemeinderat den Endausbau der Sessichstraße im westlichen Teil beschlossen, wodurch auch weitere Parkplätze entstehen.
Bei der anschließenden Veranstaltung in der Krone in Eckartsweier hieß der 1. Vorsitzende Markus Arendt den Landtagsabgeordneten Willi Stächele willkommen.
Arendt erläuterte die prognostizierte Bevölkerungsentwicklung in Willstätt. Während im Jahr 2002 das durchschnittliche Alter bei 40 Jahren lag, wird es um 2025 bei knapp 50 Jahren liegen. Die sei eine enorme Herausforderung, der sich die CDU, sei es auf Bundes- ,Länder oder kommunaler Ebene stellen muss. 
Willi Stächele knüpfte an diese Worte nahtlos an und führt aus, dass man sich diesem Thema nur ganzheitlich widmen könne. Eine gute Wirtschaftskraft und Entschuldungspolitik seien die Grundlage dafür, die durch das Altern der Gesellschaft entstehenden Herausforderungen zu meistern. Dabei dürfe die junge Generation nicht über Gebühr belastet werden.
Beim anschließenden Gespräch über allgemeine politische Themen bemängelten die kommunalpolitischen Vertreter der CDU, dass die Gemeinde nur noch sehr eingeschränkte Entwicklungsmöglichkeiten habe. Willi Stächele entgegnete, dass in einer Nacht- und Nebelaktion des Verkehrsministeriums die Rahmenbedingungen geändert wurden und die Kommunen nur durch Zufall auf diese einschneidende Entwicklungsmöglichkeiten aufmerksam wurden. Da Grün-Rot schon seit Monaten keine eigene Mehrheit mehr habe im Land, hat man 2016 einem Regierungswechsel unter Federführung der CDU im Blick und dann können und müssen einige Dinge geändert werden, insbesondere was den ländlichen Raum angehe.